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Buchtipp Mai 2017

Tausend Kilometer Süden

Walter Jungwirth, Jahrgang 1962, begann Ende der neunziger Jahre mit dem Radsport.  2003 machte er seine ersten Erfahrungen auf der Langstrecke. Seither hat er zahllose Brevets (minimalen Länge von 200 km) absolviert. "Tausend Kilometer Süden" ist sein erstes Buch, in dem er solch eine Langstreckenprüfung für unerschrockene Radfahrer und ein Irrsinn für Normalsterbliche beschreibt: 1.000 Kilometer in maximal 75 Stunden.

Start und Ziel in der Provence, über Alpenriesen hinweg, quer durch Ligurien. Drei Tage und drei Nächte im Sattel. Non-stop, unterbrochen nur durch kurze Verpflegungsstopps an Bäckereien oder ein Nickerchen in Bushaltestellen. Und durch unangekündigte Geheimkontrollen, die verhindern, dass jemand auch nur ein Stück des Weges abkürzt.

Mal in kleinen Gruppen unterwegs, aber praktisch ganz auf sich allein gestellt. Kälte, Wind, Einsamkeit, infernalische Abfahrten, bedrohliche Müdigkeit, leuchtende Landschaften, die Euphorie der Endorphine. So ist der Mille du Sud. Ein Brevet für Randonneure, wie sich die wahren Giganten der Landstraße - die namenlosen Ausdauerhelden - selbst nennen. Das Buch ist eine ideale Begleitlektüre zum Jubiläum "200 Jahre Fahrrad".

Walter Jungwirth (www.viavelo.de)
Tausend Kilometer Süden
Eine Erzählung vom Radfahren in den Bergen
160 S., 14,80 €

Covadonga Verlag, Bielefeld

www.covadonga.de